Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen

Blood Pressure Die Diagnostik von Gefäßkrankheiten umfasst neben der körperlichen „klinischen“ Untersuchung die Langzeit Blutdruckmessung, den „ABI“ Test sowie die Doppler-, Ultraschall- und Farbdoppleruntersuchung verschiedener Gefäßregionen.

Langzeit Blutdruckmessung

Mit modernster Technik (boso TM-2430 PC2) wird über 24 Stunden in vorher gewählten Intervallen der Blutdruck oszillometrisch gemessen. Dies erlaubt die Beurteilung ob ein Bluthochdruck vorliegt oder ob eine bereits bestehende Blutdrucktherapie erfolgreich ist.

„ABI“ Test + Pulswellengeschwindigkeit

Der ABI Test (boso – siehe auch flyer in der Praxis) ist eine einfach durchführbare und nicht schmerzhafte Methode zur Früherkennung von Durchblutungsstörungen an Armen und Beinen. Mittels vier oszillometrischen Sensoren wird zeitgleich und präzise der Blutdruck gemessen und daraus der „Ankel-Brachial-Index“ (Knöchel Arm Index) berechnet. Dieser gibt Aufschluss über die Durchblutungsverhältnisse. Bei krankhaften Befunden sind ergänzende Ultraschalluntersuchungen sinnvoll (=s. unten).

Ergänzend sollte die Pulswellengeschwindigkeit (PWV = Pulse Wave Velocity) bestimmt werden. Sie ist ein sensitiver Biomarker für die arterielle Gefäßsteifigkeit und sollte unter 10m/Sekunde liegen.

Duplex- und Doppleruntersuchung der Kopfgefäße (Arteria carotis, Arteria vertebralis)

Bei der direkten Darstellung der Halsschlagern werden Erkenntnisse über Veränderungen der Gefäßwand mit Verdickungen (Intima –Media – Dicke) oder Ablagerungen (Plaques, Kalk) gewonnen. Leichte und schwere Einengungen (Stenose) können direkt erkannt werden. Anhand des nachgewiesenen Schweregrades einer Stenose kann oft direkt über das weitere Behandlungskonzept entschieden werden (medikamentös, operativ), um einen ev. drohenden Schlaganfall zu vermeiden.

Angiologie

Duplex- und Doppleruntersuchung der Bauchgefäße

Neben der routinemäßigen Darstellung der Bauchorgane kann zusätzlich der Blutfluß in der Bauchschlagader (Aorta) und deren Weite gemessen werden. Insbesondere der Nachweis bzw. der sicherer Ausschluß einer ev. lebensgefährlichen Erweiterung (Aneurysma) ist rasch möglich.

Auch die Durchblutung der Eingeweide mit Milz, Leber (Pfortader) und Nierengefäßen kann untersucht werden.

Duplex und Doppleruntersuchung der Arm- und Beingefäße

  • Arterien: Hierbei steht die Untersuchung der Becken und Beingefäße zur Diagnostik einer Durchblutungsstörung (Schaufensterkrankeit, Raucherbein) im Vordergrund. Aber auch die Armschlagadern könne bei entsprechenden Symptomen untersucht werden. Neben der Bestimmung des Knöchel-Arm Indexes werden die Gefäße von der Leiste bis Zum Knöchel direkt dargestellt. Durch die zusätzliche Farbdopplerdarstellung kann der Blutfluß direkt und ohne Kontrastmittel dargestellt werden und der Schweregrad einer Gefäßeinengung bestimmt werden. Dies hilft bei der weiteren Therapieplanung (medikamentöse Therapie, Gehtraining, Operation?)
  • Venen: Bei der Darstellung der Beinvenen ist es möglich frische oder alte Thrombosen nachzuweisen. Dies ist besonders wichtig, da die Diagnose einer Beinvenenthrombose einer sofortige Therapie bedarf. Unterstützt wird die Diagnose ggf. durch Labortests oder bei nicht eindeutigem Befund durch eine Röntgenuntersuchung (Phlebographie).